DGPPN 2021: Experten betonen hohen Stellenwert von Reagila® in der Akut- und Langzeittherapie der Schizophrenie

Reagila® (Cariprazin) zeichnet sich durch ein einzigartiges Rezeptorprofil aus, das es ermöglicht, den D3-selektiven D2/D3-Partialagonisten in allen Phasen der Schizophrenie anzuwenden.1 Fagiolini A et al. Ann Gen Psychiatry. 2020;19: 55. Welche relevanten Anwendungsvorteile das Antipsychotikum bei Patienten mit sowohl akuten als auch chronisch persistierenden Symptomen bietet, beleuchteten Experten im Rahmen eines von Recordati Pharma organisierten Symposiums beim DGPPN*-Kongress 2021. „Mit Reagila® haben wir eine wichtige Therapieoption, die sowohl in der Akut- als auch in der Langzeit­therapie Wirksamkeit zeigt und von der die Patienten zudem durch eine Steigerung ihrer sozialen Interaktionsfähigkeit und Funktionalität profitieren“, resümierte Prof. Dr. med. Helge Frieling, Stellvertretender Klinikleiter der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie, Medizinische Hochschule Hannover, anhand von Studienergebnissen und eigenen praktischen Erfahrungen.

Patienten profitieren bei frühzeitiger Einstellung von der breiten Wirksamkeit von Reagila®

„In der Akuttherapie sollte die Kontrolle von Positivsymptomen und aggressiven Verhaltens­weisen ein zentrales Behandlungsziel sein“, erläuterte Frieling. Dabei ging er auf die umfassen­den Studienergebnisse zu Reagila® ein, die etwa eine signifikante und dosisabhängige antipsychotische Wirkung bei Akutpatienten im Vergleich zu Placebo sowie eine überlegene Wirkung gegenüber Risperidon bei Patienten mit persistierender Negativsymptomatik belegen.2Durgam S et al. Schizophr Res. 2014;152: 450–457.3Durgam S et al. J Clin Psychiatry. 2015;76: 1574–1582.4Kane JM et al. J Clin Psychopharmacol. 2015;35: 367–373.5Marder S et al. Eur Neuropsychopharmacol. 2019;29(1): 127–136.6Németh G et al. Lancet. 2017;389: 1103–1113.7Earley W et al. Schizophr Res. 2019;204: 282–288. Auch unter Real-World-Bedingungen zeigte sich diese breite Wirksamkeit bei verschiedenen Symptomausprägungen der Schizophrenie.1Fagiolini A et al. Ann Gen Psychiatry. 2020;19: 55.8Rancans E, et al. Int Clin Psychopharmacol. 2021;36(3): 154–161.

Aufgrund dieser umfassenden Symptomkontrolle lohne es sich laut Frieling „bei einem Akutpatienten bereits heute schon, an morgen zu denken und diesen möglichst frühzeitig auf Reagila® einzustellen“. Dies erleichtert den Transfer in die ambulante Langzeittherapie, bei der die Patienten auch von der vergleichsweise guten Verträglichkeit des Antipsychotikums und der Steigerung ihrer Alltagstauglichkeit profitieren.9Citrome L Neuropsychiatr Dis Treat. 2018;14: 2563–2577.10Barabássy Á et al. Neuropsychiatr Dis Treat. 2021;17: 957–997. So konnte Frieling anhand von Studiendaten zeigen, wie die Rückfallrate unter der Behandlung deutlich gesenkt wird (s. Abb. 1) und betonte welchen Stellenwert die Langzeittherapie mit Reagila® für die Betroffenen hat.11Correll CU et al. J Clin Psychiatry. 2019; 80(2): 18m12495. „Mit Reagila® können wir im Langzeitverlauf den Antrieb, die Motivation und die soziale Interaktionsfähigkeit deutlich steigern, was wiederum eine Verbesserung der Lebensqualität der Patienten zur Folge hat“, so Frieling.

Abb. 1: Anhaltende Remission unter Reagila® und Placebo (mod. nach Correll CU et al. J Clin Psychiatry. 2019)

Wirksamkeit in der frühen und späten Phase der Schizophrenie

Wie bedeutsam eine wirksame Therapie nicht nur für die anfängliche Akutphase der Schizophrenie ist, unterstrich auch Prof. Dr. Peter Falkai, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikum der Universität München. „Je länger der Krankheitsverlauf andauert, umso mehr beherrscht die Schizophrenie das Leben der Betroffenen“, erläuterte der Experte und führte weiter aus: „Mit Reagila® haben wir die Möglichkeit, depressive und kognitive Symptome der Schizophrenie zu verbessern, was sich maßgeblich auf die Lebensqualität der Betroffenen auswirkt.“ Aus Sicht von Falkai ermöglicht Reagila® sowohl die Kontrolle akuter Symptome im frühen Stadium der Schizophrenie als auch eine bedeutsame antipsychotische Wirkung bei v. a. persistierender Negativsymptomatik im späteren Krankheitsverlauf, welche sich positiv auf die Steigerung des Antriebs und die psychosoziale Funktionalität der Patienten auswirkt.  

Einzigartiges Rezeptorprofil von Reagila® entscheidend

Die breite Wirksamkeit, die in verschiedenen Phasen der Schizophrenie mit Reagila® erzielt werden kann, sowie das vergleichsweise gut tolerierbare Nebenwirkungsprofil, lässt sich laut Prof. Dr. med. Christoph U. Correll, Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Charité – Universitätsmedizin Berlin, mit dem Wirkmechanismus des Antipsychotikums erklären. „Die partialagonistische Wirkung von Reagila® am D2-Dopaminrezeptor ermöglicht die Wirksamkeit bei vor allem positiver Symptomatik“, so Correll. „Einen deutlichen Unterschied gegenüber anderen Partialagonisten macht aber erst die im Vergleich aller Antipsychotika höchste Affinität zum D3-Rezeptor aus“, erklärte der Experte ergänzend. Diese hat positive Auswirkungen auf die negative und kognitive Symptomatik.12Kiss B et al. J Pharmacol Exp Ther. 2010;333(1): 328–340.13Stahl SM. CNS Spectrums. 2017;22: 375–384. „Aufgrund ihrer Rezeptorprofile und der geringen Blockade histaminerger und cholinerger Rezeptoren, bieten Partialagonisten wie Reagila® zudem ein vergleichsweise günstiges Nebenwirkungsprofil“, erläuterte Correll. Einen weiteren pharmakologischen Vorteil von Reagila® stellt die lange Halbwertszeit seines aktiven Wirkmetaboliten dar.14Correll CU et al. Neuropsychiatr Dis Treat. 2019;15: 2537–2550 Laut Correll wird hierdurch die geringe Rückfallrate unter Cariprazin begünstigt, da die antipsychotische Wirkung auch nach Therapieunterbrechungen von einigen Tagen nicht wesentlich vermindert wird.

Zusammenfassend waren sich die Experten einig: „Reagila® stellt durch seine besonderen Eigenschaften und partialagonistische Wirkung eine wichtige Therapieoption bei Schizophrenie dar, von der Patienten sowohl in der Akut- als auch in der Langzeitbehandlung profitieren können.“

*DGPPN: Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde